SCHLAGANFALL                                                                                            Mai 2005
                 

Heute möchte ich euch eine Gechichte von einem Kameraden erzählen, der riesige Probleme mit dem Rauchen hat.

Unser Freund Josef Sch. (Sepp) hatte im Jahr 1999 einen schweren Schlaganfall. Nach dem Krankenhaus kam er in ein Rehazentrum. Die Ärzte, wie halt immer, wollten ihm das Rauchen abgewöhnen. Nur Sepp war stur und wollte partout das Rauchen nicht lassen.
Aber seine Natur sagte da, da mache ich nicht mit und bestrafte ihn mit Asthma. So, da stand er nun der liebe Sepp mit seiner Sturrheit. Die Folge war, ab ins Krankenhaus nach Wels. Die Ärzte im Krankenhaus verrieten Sepp dass es eine Raucherentwöhnungskur in Bad Schallerbach gäbe und dies für ihn das Um und Auf wäre.

Sepp überlegte nicht lange und sagte zu den Ärzten, ja er werde diese Entwöhnung machen (sonst geben die ja sowieso keine Ruh, dachte er sich). Das KH-Wels stellte den Antrag bei der OOEGKK.

Sepp mußte, wie wir alle zur Krankenkasse nach Linz zur Untersuchung und so weiter. Im Dezember 2002 bekam Sepp die Einladung für den 07. Jänner 2003 nach Bad Schallerbach, nun nahm das Schicksal seinen Lauf. 

Dort lernte ich ihn kennen und schätzen. Sepp war ein angenehmer Genosse und es entwickelte sich innerhalb der Gruppe eine echte Freundschaft. Alle 12 "Kanditaten" waren mit Eifer bei der Sache. Nur Sepp hatte immer Probleme mit dem inneren Schweinehund. In seinem Kopf war er für das Nichtrauchen noch nicht so weit. Er hatte echt den Willen dazu, aber......!?

Er machte das Bestmögliche und kämpfte mit allen Mitteln gegen das Rauchen an. Er hatte auch Bernhard um Vieraugengespräche gebeten, welche Bernhard mit ihm gerne machte. Nun der Erfolg hing wahrlich an einem seidenen Faden. Sepp brachte die Kur mehr Schlecht als Recht hinter sich.

Er sagte einmal beim NR-Stammtisch zu mir, "Ich hätte das nicht für möglich gehalten, wie schwer das Rauchenabgewöhnen eigentlich ist. Ohne die Hilfe von dem erfahrenen Team in Bad Schallerbach, allen voran Bernhard und Irmingard mit ihrem Team, hätte ich das nicht geschafft". Aber Sepp war leider zu labil. Kurz nach der Kur hatte Sepp die Scheidung von seiner Frau an der er sehr hängte. Da fing er wieder zu rauchen an (LEIDER). Aber er schämte sich dermassen daß er nur rauchte, wenn er alleine war. In der Gesellschaft hätte er sich geschämt. Nur, irgendwann war ihm das dann auch egal und er rauchte wieder ganz normal.

Sepp hat über den NR-Stammtisch versucht, vom rauchen wieder los zu kommen. Es war aber leider vergeblich. Er hat mich ein paar mal angerufen und sich Ratschläge geholt. Eines Tages sagte er zu mir, bitte hilf mir, ich bin gesundheitlich fertig. Ich muß was unternehmen das ich vom rauchen los komme. Ich habe ihm versprochen daß ich ihm nach Möglichkeit dabei helfen werde.

Was tun? Also rief ich im Linzerheim den Verwalter Hr. Trattner an und fragte ihn ob es bei einem der nächsten Kurse eine Möglichkeit gebe daß Sepp da eventuell als stiller Zuhörer teilnehmen könnte. Hr. Trattner verwies mich an den Anstaltsarzt Hr. Dr. Huemer. Ich telefonierte also mit Hr. Dr. Huemer, welcher mir große Hoffnungen machte. Er sagte, ich solle ihm alle Unterlagen vom Sepp mailen und meinte, wir haben morgen eine Sitzung und ich werde mich für Sepp einsetzen.

Die Woche darauf telefonierte ich wieder mit Hr. Dr. Huemer und er sagte zu mir, Sepp kann in 2 Wochen die Kur wiederholen. Die Freude war natürlich bei allen riesengroß. Sepp wiederholte die Kur im März 2005 wieder. Ich war in Bad Schallerbach und habe mit ihm gesprochen, er sagte zu mir,"ich kann dir nur sagen, der Knopf ist mir jetzt aufgegangen und ich finde das jetzt alles viel leichter als beim ersten Mal".

Sepp war heute bei mir und hat sich herzlichst bedankt dass ich ihm geholfen habe. Er sagte, er ist jetzt wieder ein ganz anderer Mensch und mit der Gesundheit geht es auch wieder aufwärts.

Nur, diesen Dank möchte ich an all jene weiterleiten, die da so unbürokratisch mitgeholfen haben dass dies möglich war. Allen voran natürlich Hr. Dr. Huemer, Hr. Verwalter Trattner, dem psychologischen Betreuer Hr. MBA, MSc Starzer-Eidenberger mit seinem Team.

Sepp, der NR-Stammtisch und ich wünschen Dir für die Zukunft noch alles, alles Gute und vor allem ein rauchfreies Leben und gesundheitlich viel Erfolg.

Helmuth


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