LUNGENKREBS                                                                                  November 2004

Ich möchte euch eine Krankengeschichte von einer Stammtischfreundin erzählen.
Unsere Freundin (nennen wir sie Hertha), erkrankte im Juli 2002 an Lungenkrebs. Sie rauchte bis zu ihrer Erkrankung 40-50 Marlboro täglich. Die Krankeit verschlechterte sich und das Unvermeidliche geschah. Hertha mußte binnen einer Woche operiert werden. Ihr wurde im Krankenhaus ein Lungenflügel entfernt. Der Behandlungsverlauf war vorgegeben. Untersuchungen, Chemo, Medikamente usw.....

Nach der Operation rauchte unsere Freundin 8 Wochen nicht mehr. Als es ihr nach der Chemo wieder etwas besser ging, begann Hertha wieder zu rauchen. Wie es eben bei den Rauchern so ist, beginnt man nicht klein, sonder man "frisst" die Zigaretten. So war es auch bei Hertha. Was unter Anderem dazu führte daß Hertha einen Schlaganfall und zwei Thrombosen bekam (waren die folgen des Rauchens).

Bei Routineuntersuchungen im Krankenhaus stellte man beim Lungenfunktionstest fest dass Hertha nur mehr 40% Lungenvolumen hat. Das war natürlich eine Alarmglocke für die Ärzte. Sie drängten unsere Freundin, sie solle das Rauchen aufgeben. Wie halt jeder andere Raucher auch, sagte sie sich - wieso soll ich!?

Hertha hat zufällig in einer Zeitung von der Raucherentwöhnungskur in Bad Schallerbach gelesen. Zu diesem Zeitpunkt war sie so weit dass sie sich entschloß diese Kur zu machen. Sie ging zur örtlichen Krankenkasse und erkundigte sich über diese Kur. Der Schalterbeamte war sehr ungehalten darüber und sagte zu ihr, so etwas gibt es nicht. Sie drehte sich um, zeigte auf ein Plakat und sagte zu dem Beamten, hier hängt ein Plakat und da steht es geschrieben. Worauf der Beamte sagte, dass diese Kur nichts für sie sei. Nur Hertha hat sich diese Entwöhnung in den Kopf gesetzt, blieb bestimmt und hat nicht nachgegeben. Es blieb dem Beamten nichts anderes übrig - er stellte für Hertha den Antrag nach Bad Schallerbach.

Im Jahr 2004 war es endlich soweit. Hertha hat die Nichtraucherkur im Juni/Juli in Bad Schallerbach erfolgreich abgeschlossen. Seither hat unsere Freundin nur mal kurz eine Woche geraucht. Der Grund war Krankheit. Hertha sagte mir, der NR-Stammtisch hat ihr viel geholfen dass sie das Rauchen wieder hat lassen können.

Bei Kontrolluntersuchungen im Februar 2005 haben die Ärzte eine Lungenfunktion von 78% festgestellt (vor der Raucherentwöhnung nur 40%!!!). Die Höchstleistung ihrer Lunge liegt bei 80% - mehr ist leider nicht mehr möglich. 

Ich freue mich über ihren "RIESENERFOLG"und wünsche ihr noch viel Gesundheit und viel Freude.

Helmuth

Am Rande bemerkt:
Was mich traurig stimmt - die Gleichgültigkeit mancher Mitarbeiter bei der Gebietskrankenkasse!!!