HERZVERPFLANZUNG                                                                                                      August 2005

Heute habe ich ein besonderes Schicksal über einen Kameraden aus dem Turnus Juni/Juli 2005 zu berichten.

Hans hat eigentlich wahnsinnig viele Schicksalsschläge hinter sich. Er hatte 1995, im Alter von 33 Jahren, seinen ersten Herzinfarkt erlitten. Bis 2005 kamen in regelmäßigen Abständen noch drei weiter Herzinfarkte dazu. Beim zweiten Infarkt musste er sogar reanimiert werden. Nach dem dritten Infarkt implantierte man Hans einen Herzschrittmacher. Inzwischen hat Hans 26 Herzkatheder und insgesamt 12 Stents gesetzt bekommen. Er hat natürlich, wie die meisten Infarktpatienten, immer wieder Angina Pektoris Anfälle (Wetterwechsel, Hitze, Föhn usw...).

Natürlich war das Rauchen nicht gerade förderlich für seine Gesundheit. Er rauchte so 2-3 Schachtel Memphis pro Tag. Wie eben bei jedem, haben auch ihm die Ärzte zugesetzt, er solle das Rauchen doch aufgeben. Hans hat immer wieder selbst versucht vom Rauchen los zu kommen. Aber wie leider die meisten Raucher, musste auch er feststellen dass „Rauchen aufhören“ gar nicht so leicht ist. Von seinem Arzt bekam er die Info über die stationäre Raucherentwöhnung, die Hans auch mitim Jahr 2002 in Bad Ischl mit Erfolg absolvierte. Durch einen Todesfall zwei Jahre später, begann Hans leider wieder zu rauchen, dies war schließlich der Auslöser für einen weiteren Herzinfarkt. Er probierte wieder einmal selber vom Rauchen los zu kommen – dies ging leider gründlich schief. Er rauchte höchstens noch mehr.

Schließlich gesellte sich noch Diabetes zu seiner Krankenschichte. Hans war verzweifelt, da er ja schon eine Raucherentwöhnung hinter sich hatte und es ja "keine" zweite mehr gibt. So kämpfte er sich halt durch. Ja, bis Hans heuer auch noch einen Lungeninfarkt bekam. Außerdem wurde seine Herztätigkeit immer geringer. Er hat jetzt noch eine Herztätigkeit von 25%-30%. Die Kardiologen sagten ihm, sie setzen ihn auf die Liste der Herzempfänger. Schließlich fasste Hans sich ein Herz und stellte nochmals den Antrag auf die stationäre Raucherentwöhnung – diese wurde ihm auch gewährt. Diesmal kam er aber nach Bad Schallerbach. Ich habe beim NR-Stammtisch mit ihm über die Entwöhnung gesprochen und er sagte mir dass es ihm gesundheitlich wieder um einiges besser geht. Ich fragte Ihn, wie lange er schon in Pension ist. Da gab er mir zur Antwort, zuerst habe ich die Pension 8 Jahre befristet gehabt und seit Jänner dieses Jahres habe ich die Pension fix.

Ich finde diese Vorgehensweise der PVA nicht richtig. Was muss ein Mensch noch alles durchstehen um „Krankheitsbedingt“ in Pension gehen zu können oder dürfen??? Ich glaube, 8 Jahre im Ungewissen zu sein, wie und ob es weitergeht, ist der Gesundheit auch nicht gerade zuträglich.

Hans, der NR-Stammtisch und ich, wünschen Dir alles Gute und hoffen dass du so bald als möglich ein neues Herz bekommst.

Helmuth